Flagge Zeigen - Farbe Bekennen - nail the colours to the mast

One Good Idea After the Other Shocks the World

Josef Danner

 

Ausschnitt aus dem Trainingsprogramm: Eilen, nicht weilen! Das Töten kann man nicht verhindern, also kauft man sich neue Schuhe. Diese Vorgänge folgen den Gepflogenheiten. Und wenn es um Gepflogenheiten geht, sind wir alle Religiöse.

 

Flagge zeigen – Farbe bekennen

Fahnen sind Insignien der Macht. Fahnen an einem markanten Punkt symbolisieren einen territorialen Anspruch oder dienen als Orientierungspunkte. Zugleich steht „Flagge zeigen“ sinnverwandt für die Metapher des Farbebekennens.

Mit dem Kunstprojekt „Flagge zeigen“ bekennt das WUK Farbe. Im Zuge einer Umdeutung stehen die gehissten Fahnen nun nicht mehr für die Einpflanzung von Machtinsignien oder von territorialen Ansprüchen, als vielmehr für den Anspruch des WUK auf eine gerechtere  Welt. Die Fahne am höchsten Punkt des Gebäudes ist zugleich Landmark und Orientierungspunkt über dem Häusermeer der Stadt.

In den kommenden eineinhalb Jahren  bespielt Flagge zeigen mit fünf Fahneninstallationen den  Fahnenmast am höchsten Punkt des Hauses Ecke Wilhelm-Exner- und Severingasse. Fünf Künstler_innen werden eingeladen, für den Ort und das Format Fahne ein künstlerisches Statement zu entwickeln.

Ein Projekt von Andreas Dworak und Susanna Rade im WUK

Mo 3.7.2018 bis Ende 2019, WUK Dach Wilhelm-Exner- Ecke Severingasse


 

 

 

„Migration – the ethics of change“  Art Flag Festival, Novi Sad, 2017

"Bloody National Flag"


The artists Andreas Dworak and Klaus Sinowatz want to make the blood stains in national flags visible.  For example the Austrian: Supposedly the Austrian Babenberger duke Leopold V. wore a white tunic of arms, which was soaked red with Muslim blood after his victory in the Siege of Acre (1189 – 1191) during the third crusade. Only the spot, where he had worn the weapon belt stayed white. This legend is still taught in schools nowadays, though it is unhistorical and most likely wrong.
But all national flags symbolize inclusion and exclusion; belonging or being foreign. Migration is always a threat to this system. In earlier days as well as today this dialectic was connected with violence and exclusion. This is represented in our work by the blood in the flag.

Bloody National Flag  (cooperation with Klaus Sinowatz)

Danube Dialogues, 2017, Novi Sad, Serbia


KLeinplastiken, Sculpsit, Kunstraum Arcade, Mödling


At Sixes And Sevens

gemeinsam mit Kurt Spitaler, Novi Sad, kuratiert von Maja Erdeljanin


Maus Kultur Haus

Kooperation mit Andrea Reisinger, Kunstzelle, kuratiert von Christine Baumann

 

Nach der Idee von Andrea Reisinger wurde in die Kunstzelle ein mit teilweise essbarer Einrichtung augestattetes symbolisches Modell des WUK eingebaut. Als Hausnutzer bezogen fünf Mäuse die Skulptur für zwei Monate und adaptierten die Räume nach ihren Bedürfnissen.  Eine Kunsthalle im vorletzten Stock enthielt miniaturisierte, ua. Franz West, Claes Oldenburg, Banksy, Tony Cragg und Christo nachempfundene Arbeiten welche von den Tieren teilweise verzehrt oder umgestaltet wurden.


Strukturale Kapitalismuskritik

Kunst-Macht-Politik, Schloss Ulmerfeld, kuratiert von Andreas Steiner


"This Art Cell Is Armed/ Kunstzelle alarmgesichert"

 Eine von drei ortsbezogenen Installationen im öffentlichen Bereich des WUK/ Werkstätten und Kulturhaus.

 

Die Arbeit kontextualisiert den Hype und die Kanonisierung des britischen underground Künstlers Banksy. Dieser hatte, noch weitgehend unbekannt 2003 eine Ausstellung in der Kunsthalle Exnergasse in deren Verlauf einige Arbeiten in den Besitz von WUK Gruppen gelangten. Bis 2008, dem Zeitpunkt der Intervention in der KUNSTZELLE von Andreas Dworak, steigerte sich der Marktwert von ursprünglich € 200.- auf € 50. 000.- (!!!). Eines dieser Objekte, ein "Smiling Cop", im Besitz des Bereiches Bildende Kunst befand sich im Büro der KhEx gelagert in einer Art Dornröschenschlaf. In einem inszenierten "Kunstraub" wurde der Cop von dort entwendet und in der Kunstzelle ausgestellt. Das Spannungsfeld: „Kunstmarkt- Antikapitalismus- Underground Art- Kunst Kanon“ wurde anhand dieses eindrücklichen Beispiels thematisiert. In der Kunstzelle befand sich eine scharfe Alarmanlage, die Arbeit wurde von Andreas Dworak mit einem Albrecht Dürer Monogramm signiert.


Geschäftsleitung/ Infobüro

 Installation Wuk Infobüro 2003 Kuratiert von Christine Baumann

 

Die Portierloge (Infobüro) war von der Gründung des WUK an die Schnittstelle des Hauses zur Aussenwelt und der zentrale Kommunikstionsort nach Innen. Alle Fäden liefen hier zusammen. Die Kulturarbeiterinnen, die dort Dienst taten waren mit allen nur denkbaren Problemen konfrontiert und lösten sie mit viel Engagement und Selbstausbeutung.

Das Büro der Geschäftsleitung befindet sich im Obergeschoss des Mittelhauses, dort amtiert der Geschäftsleiter und kümmert sich um die grösseren Belange des Werkstätten und Kulturhauses. Zu jener Zeit war sein Name Hans Flasch.

Die Installation bestand aus zwei Webcams und zwei Monitoren an den jeweiligen Arbeitsplätzen, die das Geschehen an den beiden Orten an den jeweils Anderen live übertrugen. Das Bild aus der Portierloge wurde durch eine rosa Folie, das aus der Geschäftsleitung durch eine grüne Champgnierflasche gefiltert. Ton wurde keiner übertragen.

Das Projekt behandelte die Hierarchien an „alternativen“ Arbeitsplätzen und die gegenseitigen Vorurteile resultierend aus zu wenig Wissen über die Arbeit des/ der Anderen.


Evocation of Autonomy- Which Policy?
Eine Videoinstallation von Andreas Dworak mit Dokumaterial von Heinz Granzer 1983-2016

 

Im Sommer 1983 liess die Wiener Stadtregierung das autonome Jugendzentrum GAGA räumen und sofort abreissen. Einige Gruppen aus der GAGA suchten darauf im WUK Herberge und Schutz. Der Film der WUK- Videogruppe dokumentiert die Diskussionen zwischen den WUK- und den GAGA- Leuten. Das geschah zur Zeit der Zürcher Jugendunruhen.

Die Videodokumentation der Vollversammlung vom 22. 6. 1983 wurde im Infobüro geloopt und der Ton nach Aussen in den Wukhof und das Vestibül übertragen. Es konnte der Eindruck enstehen die Stimmen kommen aus den Räumen hinter den verschlossenen Türen.

 



Schiltern Grotte

Haus zu verkaufen, Schiltern NÖ

 

Im alten Weinkeller des Hauses Huber in Schiltern wurde auf die felsige Rückwand des Kellers mein Film über die halb im Sumpf versunkene Barockkirche San Vittorino in Latium projeziert.


Jericho Mural

Jericho, Palestine, in Cooperation with Eduard Rahs


Get The Right Track

Kooperation mit Beate Schachinger, Wien, Baku, New York (Reise zu den Quellen, kuratiert von Stella Rollig))